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Meerfenchel auf den Tisch!

Der Meerfenchel (Crithmum maritimum) ist heute in Italien unter verschiedenen Namen bekannt. Auch in Deutschland hat er verschiedene Namen: Seefenchel, Bazillenkraut, Bacillen, Gartenbacillen, Meerbacillen, Meerdisteln oder Meerpeterlein. Sein Name ist unverkennbar mit dem Ort, an dem er wächst, verbunden. Er wächst auf den Felsen, die er „spaltet“. Diese Pflanze wächst auf stark salzhaltigem Grund, die für die meisten Pflanzen keine Lebensgrundlage bieten würde.

Meerfenchelpflanze


Der Meerfenchel “spaltet” den Felsen

Vom Meerfenchel verwendet man die Blätter und Sprossen (Keime), aus denen man einen Salat zubereitet, die man mit Butter kocht oder in Olivenöl konserviert. Aus den Blüten und Blättern kann man auch einen aromatisierten Essig herstellen. Die Samen können als Arzneimittel verwendet werden.

Der Meerfenchel im Laufe der Jahrhunderte

Obwohl man den Meerfenchel schon im Altertum kannte, geriet er allmählich in Vergessenheit. Diese eigenartige Pflanze wächst auf dem Felsen an allen Küsten Italiens. Sie ist reich an Vitamin C, ätherischen Ölen und Jod und wird nicht nur in der Küche, sondern auch als Heilpflanze benutzt. Die Völker um das Mittelmeer kannten und handelten sie, während die Seeleute sie als Vitamin-C-Quelle nutzten.

Meerfenchel auf einem Felsen

Der Meerfenchel ist typisch für die Klippen

Schon die Griechen und Römer kannten diese Pflanze. Plinius der Jüngere erwähnt diese von Hippokrates wegen ihr Heilwirkungen geschätzte Pflanze. Sie wurde im 17. Jahrhundert auch vom englischen Autor John Evelyn in seinem Werk Acetaria gepriesen, der die zahlreichen und ausgezeichneten medizinischen und nährenden Eigenschaften hervorhob. Ihre berühmteste Erwähnung findet sie aber in Shakespeares Re Lear, der die Gewohnheit, die Klippen zu ersteigen, um sie zu pflücken, eine „schreckliche Arbeit“ nennt, denn oft „stürzt, der sie sucht, auf halbem Weg, herab“.

Rinci: Der Meerfenchel in neuer Interpretation

 

Sonnenuntergang an der Küste vor dem Berg Conero

An den Berghängen des Conero, wo Rinci seinen Meerfenchel produziert (Foto: Francesco Domesi)

Diese alte Pflanze wird heute von den Geschwistern Rinci angebaut und mit modernen Methoden verarbeitet. Sie stützen sich dabei auf die typische Zubereitung in der Tradition der lokalen Küche im Gebiet um den Berg Conero herum. Aus der Begegnung von Francesco mit Luca, zwei jungen, kompetenten Profis der Ernährungstechnologie, entstand Rinci, ein herausragender Handwerksbetrieb in den Marken, der gastronomische Kreationen von höchster Qualität anbietet. Auf ihren Feldern an den Hängen des Berges Conero baut Rinci mit Zähigkeit und Energie den Meerfenchel an, den ihr als Pesto in unserer Sommer-Box finden könnt.